DEIN ANGEBOT IST GUT. ABER DEINE KUNDIN ZÖGERT TROTZDEM?
Vielleicht erkennt sie noch nicht, dass es für sie genau das Richtige ist.
Du schreibst einen Text – und hast das Gefühl dein Angebot ist glasklar. Trotzdem reagieren deine Leserinnen völlig unterschiedlich: Die eine bucht sofort. Die andere stellt zehn Rückfragen. Die dritte sagt „klingt gut, ich meld mich“ – und meldet sich nie.
Das liegt selten an deinem Text. Es liegt vermutlich daran, dass du gerade mit vier verschiedenen Menschentypen sprichst, als wären sie einer.
DISG unterscheidet vier Grundtypen, wie Menschen Informationen aufnehmen und Entscheidungen treffen: dominant, initiativ, stetig oder gewissenhaft. Hierbei geht es nicht darum, Menschen in Schubladen zu stecken – sondern zu verstehen, dass jeder etwas anders braucht, um überzeugt zu werden.
Stell dir vor, du schreibst genau den Satz: „Lass uns dein Angebot klarer machen.“
- Der Dominante-Typ fragt: Gut. Wie schnell geht das?
- Der Intuitive-Typ sagt: Oh spannend – erzähl mir mehr!
- Der Stetige-Typ fragt: Muss ich mich da jetzt schon festlegen?
- Der Gewissenhafte-Typ sagt: Zeig mir erst, wie das genau abläuft.
Gesendet hast du eine Botschaft – die Antworten waren vier völlig verschiedene Reatkionen.
So sprichst du jeden Typ wirklich an
🔥 D wie dominant – braucht Tempo und Ergebnisse. Schreib kurz, aktiv, ergebnisorientiert. Der eine entscheidende Punkt reicht – keine lange Vorgeschichte. Beispiel: „In 3 Schritten zur klaren Marke.“
🙂 I wie initiativ – will Emotion spüren und Menschen begegnen. Schreib bildhaft, persönlich, mit Geschichte dahinter. Zum Beispiel: „Lass uns gemeinsam deine Geschichte sichtbar machen.“
💓 S wie stetig – will Sicherheit und Ruhe. Schreib warm, in kleinen Schritten, ohne Druck und ohne Verknappung. Beispiel: „Schritt für Schritt, in deinem Tempo.“
✅ G wie gewissenhaft – will Fakten und Struktur. Schreib präzise, mit nachvollziehbarem Ablauf, ohne Marketing-Floskeln. Beispiel: „So läuft der Prozess in 4 klar definierten Phasen ab.“
Und dann? Musst du vier Texte schreiben?
Nein. Du musst nur wissen, wo auf deiner Seite du welche Tür öffnest. Eine kurze, klare Zusammenfassung oben (für die D-Typen). Eine echte Geschichte mittendrin (für die I-Typen). Ein ruhiger, druckfreier Ton durchgehend (für die S-Typen). Und irgendwo die Details zum Ablauf, für alle, die erst verstehen wollen, bevor sie vertrauen (die G-Typen).
Fazit
Eine Marke, die wirklich zieht, spricht nicht nur einen Typ an – sie hat für jeden einen Zugang. Für Anzeigen lohnen sich hier übrigens AB-Testings. So kann man auch testen, mit welchem Typen man am stärksten matcht.
Welcher Typ bist du eigentlich selbst, wenn du Angebote liest? Manchmal reicht schon diese eine Frage, um deine eigenen Texte klarer zu machen.
